{"id":313,"date":"2016-12-01T22:23:56","date_gmt":"2016-12-01T21:23:56","guid":{"rendered":"http:\/\/aspie.labut.at\/?p=313"},"modified":"2021-12-21T09:25:11","modified_gmt":"2021-12-21T08:25:11","slug":"selbstschutzexperten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aspie.labut.at\/selbstschutzexperten\/","title":{"rendered":"Selbstschutzexperten"},"content":{"rendered":"
Erst k\u00fcrzlich bin ich auf das Buch „Und pl\u00f6tzlich aus der Spur“ gesto\u00dfen. Die darin enthaltenen Hintergr\u00fcnde rund um Selbstschutzexperten haben mich sehr angesprochen.<\/strong><\/p>\n Die Autoren sind in diesem wertvollen Fachbuch der Frage nachgegangen, mit welchen Beeintr\u00e4chtigungen die Betroffenen einer „erworbenen hirnorganischen Erkrankung“ konfrontiert werden k\u00f6nnen. Nach einem Schlaganfall, einem Sch\u00e4del-Hirn-Trauma oder einem Hirntumor ist das Leben nicht mehr so, wie es vorher war. Das Patientenbuch spricht die Probleme direkt an und soll dabei helfen das Beste aus der aktuellen Situation zu machen.<\/p>\n Schon in der Vergangenheit habe ich mich mit B\u00fcchern besch\u00e4ftigt, in denen Betroffene sehr eindrucksvoll von ihrem Leben nach der Diagnose eines Hirntumor berichten – einen \u00dcberblick findet ihr unter Das Kapitel 5.3 besch\u00e4ftigt sich mit den „psychisch krank machenden Denkmustern<\/strong>„, von denen 13 solche – vom Katastrophendenker bis zum Punktek\u00e4mpfer – vorgestellt werden. Ich musste in Zusammenhang mit meiner Krankheitsverlauf zuletzt verst\u00e4rkte psychische Probleme wahrnehmen und nehme seit 2013 eine Psychoeinzeltherapie in Anspruch. Beim Lesen des Buches „Und pl\u00f6tzlich aus der Spur …“ war ich anfangs durchwegs verbl\u00fcfft, als ich die Beschreibung eines Denkmusters vorfand, welches weitgehend meiner Pers\u00f6nlichkeit entspricht. Es handelt sich dabei um den „Selbstschutzexperten“ und dessen Eigenschaften, denen ich diese Zeilen widmen m\u00f6chte.<\/p>\n Die Autoren erl\u00e4utern (auszugsweise), dass „Selbstschutzexperten versuchen mit allen Tricks ihre Schwachstellen zu verbergen oder zu \u00fcberspielen<\/strong>. In der Regel wirken sie selbstsicher, teils resolut und zielstrebig, teils freundlich distanziert oder besonders gelassen. Manchmal erscheinen sie auch \u00fcberheblich, arrogant oder zynisch. Kommen Selbstschutzexperten in die Situation krank und hilfsbed\u00fcrftig zu sein erf\u00fcllen sich gewisserma\u00dfen alle ihre Albtr\u00e4ume. Im Rahmen der Therapie versuchen Vertreter dieses Denkstils h\u00e4ufig hartn\u00e4ckig ihre Fassade aufrecht zu erhalten.“<\/em><\/p>\n Der eine oder andere Leser, der mich pers\u00f6nlich kennt, wird nun m\u00f6glicherweise zu gr\u00fcbeln beginnen, wo ich in dieser Beschreibung die Parallelen zu mir selbst sehen w\u00fcrde. Das m\u00f6chte ich versuchen in einigen wenigen Punkten aufzuzeigen.<\/p>\n Unter anderem wird in dem Buch zu einer Therapie von Selbstschutzexperten darauf hingewiesen, dass diese „nur, wenn sie ihre Schwachstellen und Defizite eingestehehen, diese durch \u00dcbung und Therapie abbauen k\u00f6nnten“. <\/em>Dem ist wohl nicht viel hinzuzuf\u00fcgen …<\/p>\n Weitere Infos zu meinem Krankheitsverlauf findet ihr unter
\nUnd pl\u00f6tzlich aus der Spur \u2026
\nRatgeber f\u00fcr Betroffene und Angeh\u00f6rige
\n<\/strong>von Angela Luppen und Harlich H.Staveman
\nBeltz Verlag, 211 Seiten<\/p>\n meningeom.at\/literatur<\/a>. Aber auch das Werk \u00fcber das Leben mit neurologischen Erkrankungen hat meine inhaltlichen Erwartungen sehr gut erf\u00fcllt. Es werden unter anderem Themen wie Pers\u00f6nlichkeits- und Verhaltens\u00e4nderungen, aber auch Schuldgef\u00fchle und die M\u00f6glichkeiten der neurologischen Rehabilitation behandelt.<\/p>\n
\n
\n
\n meningeom.at\/krankheitsverlauf<\/a><\/p>\n