Körpersprache

Das Asperger Syndrom sei häufig mit einer „unbeholfenen oder linkischen Körpersprache“ verbunden. Auf Basis der Informationen auf de.wikipedia.org möchte ich versuchen meine eigene Körpersprache zu hinterfragen …

Vorab zwei grundsätzliche Informationen zur Körpersprache …

„Zur Körpersprache gehören alle Formen der Gestik, Körperhaltung und Körperbewegung – vom Händedruck über Sitzposition, Haltung von Armen, Beinen und Füßen, Spiel mit den Händen, Fingern und Gegenständen, Kopfhaltung und die unterschiedlichen Formen des Blickkontakt sowie das Distanzverhalten.“

„Eine Studie … kam zu dem Ergebnis, dass Worte nur zu 7% für den Gesamteindruck verantwortlich seien, den ein Mensch auf auf seinen Gesprächspartner macht. Zu 38% zähle der Tonfall der Stimme und zu 55% die Körpersprache.“

Auch wenn ich die Bedeutung der Körpersprache nicht kleinreden möchte ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass den gesprochenen Worten – welche aus meiner SIcht für den Gesamteindruck hauptverantwortlich sind –  kein höherer Stellenwert beigemessen werden soll.

In weiterer Folge finden sich auf de.wikipedia.org Hinweise zu den „unbewussten Signalen des Körpers“ …

„Die meisten Signale … stellen unbewusste Gesten dar, mit denen der Körper auf die Gesprächssituation, die Gefühlswelt oder den Auftritt des Gegenübers reagiert.“

Es wird ausgeführt, dass sich eine schlechte Neuigkeit (etwa Kündigung oder Todesnachricht) auch durch Signale des Gesichtes oder der Körperhaltung offenbaren würden. Hier muss ich in meiner Körpersprache massive Defizite erkennen, da ich auch in solchen Situationen oftmals jegliche erkennbare Emotionen vermissen lasse und mich verpflichtet sehe unmittelbar einen pragmatischen Weg zu suchen. Auf die Mitmenschen kann damit der fälschlich Eindruck des unbelasteten oder auch emotionsarmen Zeitgenossen vermittelt werden. Es gäbe zahlreiche Beispiele in meinem Lebensweg, wo ich dies – ungewollt – unter Beweis gestellt habe ….

Zu den „bewussten Signalen des Körpers“ zählen …

„… angelernte beziehungsweise antrainierte Fähigkeiten, wie Anlächeln, ein gezielter Blick, ein ausdrucksloses Pokerfache, ein selbstbewusster Händedruck, eine aufrechte Körperhaltung  oder Reaktionen wie Kopfschütteln und Nicken“

Ich will nicht bestreiten, dass ich mich der „angelernten“ Körpersprache schon zu bedienen versucht habe. Das Problem besteht darin, dass mir der gezielte Einsatz oftmals große Überwindungskünste abverlangt und das Gegenüber das Bild eines ungeschickten Schauspiels wahrnehmen kann.

 

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