AS – Definition

Definition

Als Asperger Syndrom wird eine tiefgreifende Entwicklungsstörung innerhalb des Autismusspektrums bezeichnet. Beeinträchtigt ist zumeist die Fähigkeit nonverbale Signale bei anderen Personen intuitiv zu erkennen und selbst auszusenden. Das Kontakt- und Kommunikationsverhalten erscheint dadurch merkwürdig, die Asperger Autisten werden von ihrer Umwelt aber nicht als Autisten sondern als wunderlich wahrgenommen. Das Asperger Syndrom gilt als angeboren und nicht heilbar. Die Unterscheidung zwischen Hochfunktionalem Autismus und Asperger-Syndrom ist umstritten, oft wird in beiden Fällen von Autismusspektrumsstörungen gesprochen

Hans Asperger

Das Asperger Syndrom wurde in der Psychiatrie erst spät behandelt und diskutiert. Der österreichische Kinderarzt Hans Asperger (1906-1980) beschrieb in seiner Habilitationsschrift 1944 eine „autistische Psychopathie“, was vorerst wenig Beachtung fand. Erst 1981 benannte die britische Psychiaterin Lorna Wing diese Störung als Asperger-Syndrom, welche 1991 in das medizinische Klassifikationssystem ICD der WHO aufgenommen wurde.

Häufigkeit

Die Häufigkeit des Asperger-Syndrom varriert je nach den zugrunde gelegten Diagnosekriterien. Nach ICD 10 wird von 2-3,3 auf 10.000 Kindern ausgegangen. Acht von neun Betroffene sind männlich. Repräsentative Untersuchungen zur Häufigkeit im Erwachsenenalter bestanden zuletzt noch nicht.


Quellennachweis: de.wikipedia.org – letzte Aktualisierung: 20. April 2015